Einnahmen in der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

Inhaltlich aktualisiert am: 15.03.2022

Was sind Einnahmen?

Einnahmen sind Geldbeträge, die Ihnen zufließen. Geld kann Ihnen über verschieden Arten (Zahlenarten) zufließen: Überweisung auf Ihr Bankkonto, Bareinnahmen oder Zahlungen, die Sie über PayPal empfangen. Das Gegenstück sind die Ausgaben

Einnahmen bestehen aus betrieblichen und privaten Einnahmen

Einnahmen setzen sich aus privaten und betrieblichen Einnahmen zusammen.

Für die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sind nur betriebliche Einnahmen von Bedeutung. Das ist das Geld, das Sie aufgrund von Ihrer betrieblichen Tätigkeit verdienen.

Private Einnahmen sind z. B. wenn Sie Geld von Ihrem Privatkonto auf Ihr Firmenkonto übertragen.

Einnahmen Journal

So zeichnen wir unsere Einnahmen für die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung auf

Belegnummer

PFLICHTFELD

Siehe Belegnummer und zur Gruppierung von Belegnummern bei verschiedenen Zahlarten: Belegkreise

Monat und Tag

PFLICHTFELD

In der EA-Rechnung gilt grundsätzlich das Datum, an dem die Ausgabe bezahlt wurde, bzw. das Datum, an dem Einnahme erhalten wurde. Das wird auch als „Zufluss-/Abflussprinzip“ bezeichnet.

Wählen Sie also den Monat bzw. Tag, in dem Sie eine Leistung oder Ware bezahlt haben, also am Kontoauszug aufscheint.

Ausnahme Anlagengüter (AG): Bei Anlagegütern gilt nicht das Datum der Bezahlung, sondern das Datum der Inbetriebnahme oder Herstellung. siehe Tabellenblatt AV

UID

Die Umsatzsteuer-ID (UID) vom Rechnungsempfänger ist nur für innergemeinschaftliche Lieferungen und Reverse Charge Leistung relevant. Diese Nummer ist für die Zusammenfassende Meldung, die das FA verlangt, notwendig.

Die wird in der EA-Tabelle für die Zusammenfassende Meldung verwendet und wird in KU-Tabelle nicht verwendet.

Kommentar

Eine genaue Beschreibung jeder Buchungszeile ist zwar nicht zwingend notwendig, könnten Ihnen aber dabei helfen Einnahmen und Ausgaben später schneller zu identifizieren.

Tipp: Nutzen Sie diese Spalte unbedingt für Korrekturbuchungen, damit Sie diese Zeilen später selbst nachvollziehen können.

ZAHLART

Mit welchem Zahlungsmittel haben Sie die Ausgabe bezahlt bzw. die Einnahme erhalten?
Wählen Sie eine der Zahlarten, die Sie im Blatt Einstellungen definiert haben.

Warum eine Zahlart angeben?

  1. Sie sehen auf einem Blick auf welchem Kontoauszug Sie die Ausgaben bzw. Einnahmen finden
  2. Sie können die Brutto-Beträge im Blatt Zahlarten auswerten. Durch die Prüfsummen können Sie damit sicherstellen, dass keine Buchungszeile übersehen wurden.

Falls Sie die Zelle leer lassen, wird der Betrag automatisch im Blatt ZA unter OHNE TRANSAKTION eingeordnet

Projekt

Damit ordnen Sie eine Einnahme oder Ausgabe einem im Blatt Einstellungen definierten Projekt zu.

Die Eingabe ist optional und wenn Sie die Zelle leer lassen, wird der Betrag automatisch dem Projekt ALLGEMEIN zugeordnet.

Einnahmen-Art

PFLICHTFELD

Mit Ausnahme des Fahrtenbuches muss in der EA-Tabelle jede betriebliche Ausgabe einer Ausgaben-Art bzw. jede betriebliche Einnahme einer Einnahmen-Art zugeordnet werden.

Die EA-Arten sind notwendig für die Berechnung der Kennzahlen im Blatt E1A und zur Ermittlung des betrieblichen Anteils (siehe Spalte BTR-ANTEIL %), die direkt aus dem Blatt Einstellungen bezogen werden.

EA-Arten sind ein mächtiges Werkzeug, um Einnahmen/Ausgaben, die mehrfach vorkommen, zu gruppieren und diese im Blatt BE-ART und BA-ART nach ihrer Wirtschaftlichkeit auszuwerten.

Umsatzsteuer-Art (nur EA-Tabelle)

Keine Angabe (leere Zelle) Wird als nicht steuerbare Einnahme verstanden. Die EA-Tabelle berücksichtigt den Betrag nicht im Blatt UST.
Reverse Charge EU

Bedeutet, die Umsatzsteuerschuld geht auf den Leistungsempfänger (in der EU) über.

Reverse Charge Beispiel

Sie erbringen eine Dienstleistung an einen anderen Unternehmer in der EU. Unter Verwendung der UID-Nummern und mit einem Hinweis auf die Umsatzsteuerschuld stellen Sie eine Rechnung ohne USt aus. Der Empfänger muss selbst dafür sorgen, dass die Rechnung im Land seines Firmensitzes richtig versteuert wird.

Zudem müssen Sie über Finanzonline eine Zusammenfassende Meldung (siehe Blatt ZM in der EA-Tabelle) erstellen.

Reverse Charge Beispiel Kleinunternehmer

Ein Kleinunternehmer erbringt eine Werbedienstleistung an einen deutschen Unternehmer. Der Ort der Dienstleistung, nach dem sich die Versteuerung des Umsatzes richtet, liegt in Deutschland. Die Diensleistung ist in Österreich weder steuerbar noch steuerpflichtig. Sofern der Kleinunternehmer in Deutschland keinen (Wohn-)Sitz noch eine Betriebsstätte hat, geht die Steuerschuld auf den deutschen Leistungsempfänger über. Es ist daher eine entsprechende Netto-Rechnung mit UID-Nummer auszustellen und der Leistungsempfänger hat sodann die deutsche Umsatzsteuer zu berechnen und in seiner (deutschen) Umsatzsteuervoranmeldung auszuweisen. Der Kleinunternehmer hat den Umsatz dem zuständigen österreichischen Finanzamt in einer ZM zu melden.

Quelle: WKO

20%  | 10% | 13% | 5 UST 20 %, 13 % oder 10 % Umsatzsteuer. Abhängig vom Bruttobetrag (siehe Spalte BRUTTO €) wird der entsprechende UST-Betrag in der Spalte UMSATZSTEUER € angezeigt.
IG-Lieferung

Innergemeinschaftliche (innerhalb der EU) Lieferungen.

Beispiel: Sie verkaufen eine Warenlieferung an einen anderen EU-Unternehmer. Unter Verwendung der UID-Nummern und mit einem Hinweis auf die Umsatzsteuerschuld stellen Sie eine Rechnung ohne USt aus. Der Empfänger muss selbst dafür sorgen, dass die Rechnung im Land seines Firmensitzes richtig versteuert wird.

Zudem muss der Lieferant eine sog. Zusammenfassende Meldung beim FA abgeben.

Kleinunternehmer, die von der Umsatzsteuer befreit sind und die keine Option auf Regelbesteuerung abgegeben haben, können keine innergemeinschaftlichen Lieferungen ausführen! Diese Lieferungen in andere Mitgliedstaaten werden wie Inlandslieferungen behandelt.

Quelle: WKO

Die EA-Tabelle erfasst die Beträge im Blatt UST unter der Kennzahl 000 und zieht diese durch die Kennzahl 017 wieder ab – es entsteht keine Umsatzsteuerschuld.

Ausfuhrlieferung 0%

Steuerfreie Warenlieferungen an Unternehmer oder Privatpersonen in Nicht-EU-Länder.

Beispiel: Sie verkaufen Waren an einen Nicht-EU-Kunden. Die Lieferung ist umsatzsteuerfrei.

Belege und Ausfuhrbestätigung sind zu beachten.

Reverse Charge Inland Insbesondere Bauleistungen im Sinne des § 19 Abs. 1a bei dem die Steuer nicht vom leistenden Unternehmer, sondern vom Leistungsempfänger geschuldet wird.
USt-Befreit 020

Alle übrigen steuerbefreiten Umsätze (ohne Vorsteuerabzugsberechtigung).

Beispiel: Ärztin könnte einerseits optionale Leistungen anbieten, die umsatzsteuerpflichtig sind und anderseits Leistung die steuerfrei sind.

BE 21 % UST | DE 19 % UST | EE, … etc. 

Die Mehrwertsteuerarten für andere EU-Länder für EU Umsatzsteuer One Stop Shop (siehe Finanzonline).

Beispiel: Sie verkaufen an deutsche Privatkunden elektronische (oder seit 1.7.2021 auch physische) Produkte und Sie führen die deutsche MwSt. über die EU-Lösung nach Deutschland ab.

Die EA-Tabelle berechnet im Blatt UST (ganz unten) die Bemessungsgrundlage.

Betrag Brutto €

PFLICHTFELD

Geben Sie den brutto Eurobetrag, also den Betrag inklusive der Steuer, ein. Das ist üblicherweise der Betrag, der am Kontoauszug aufscheint.

Dieser Wert ist die Grundlage für die Berechnung der BETR-AUSGABE € und wird im Blatt ZA bzw. UST direkt verwendet. Der Wert darf also nicht leer bleiben.

Tipp: Als Gedächtnisstütze für brutto und netto merken Sie sich einfach, dass netto mit N wie niedriger beginnt. Brutto ist also der größere und Netto der kleinere Betrag.

BETR-ANTEIL %

AUTOMATISCHE BERECHNUNG

Der betriebliche Anteil wird basierend auf der Einnahmen- bzw. Ausgaben-Art aus dem Blatt Einstellungen bezogen.
Eine leere Zelle steht für 100 % – eine vollständig betriebliche Einnahme bzw. Ausgabe ohne Privatanteil.

Der betriebliche Anteil bestimmt, wie viel % des BRUTTO €-Betrags in Form von der BTR-AUSGABE € bzw. BETR-EINNAHME € in die Einkommensteuerberechnung mit einfließt.

NUR IN DER EA-TABELLE:

Speziell bei Ausgaben beeinflusst der betriebliche Anteil außerdem, wie viel Umsatzsteuer für die private Nutzung in Form von Eigenverbrauchssteuer (siehe EGNVBR-ST) zu bezahlen ist.

BETR-EINNAHME €

AUTOMATISCHE BERECHNUNG

Steht für betriebliche Einnahme oder Ausgabe und ist der Betrag, der für die Berechnung der Einkommensteuer (Blatt E1A), im Blatt Gewinn, Projekte, A-ART und E-ART verwendet wird. Das ist der Netto-Betrag unter Berücksichtigung des betrieblichen Anteils.

BETR-EINNAHME|AUSGABE = NETTO (BRUTTO – UMSATZSTEUER|VORSTEUER) * BETR-ANTEIL%

Tipp: Die EA-Tabelle arbeitet mit den Netto-Beträgen und verwendet somit das Umsatzsteuer-Netto-System

Haftungsausschluss

Die Inhalte auf dieser Seite wurden zwar mit Sorgfalt erstellt, garantieren aber keine Rechtssicherheit oder Aktualität. Der Ersteller ist nicht berechtigt, buchhalterische Auskünfte zu geben. Bitte lesen Sie selbst die offiziellen Publikationen des BMF und der WKO bzw. lassen Sie sich von Ihrem Finanzamt oder einem zertifizierten Steuerberater beraten.

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